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Endstation Pasta

von Jean-Michel Räber

Die nächsten Aufführungen:

Samstag, 13. Mai 2017, 20:00 Uhr, die hinterbuehne
Hildesheimerstr. 39A, 30169 Hannover
www.die-hinterbuehne.de
Karten:
Tel.: 0511-350 60 70,
Vorverkaufskasse der freien Theater im Künstlerhaus, Sophienstr. 2, 30159 Hannover.


Arthur, ein ehemaliger Haarwasserverkäufer, kocht „Spaghetti Bolognese“ für Helga. Ein verführerischer Duft genügt – und schon flüstert er in Paris einer zauberhaften Französin betörende Worte ins Ohr. Ein Küchenmesser versetzt ihn in die Mafiahöhle Chicagos, ein Stück höhlengereifter Emmentaler Käse entführt ihn in den Gotthard-Tunnel, und kalt gepresstes Olivenöl weist ihm den direkten Weg in den Vatikan. Von schlechten Köchinnen verfolgt, sieht die Endstation Pasta für Arthur eher verkocht und klebrig aus, als wie geplant al dente. Aber das spielt dann eigentlich auch schon keine Rolle mehr. Helga hat ihn ohnehin versetzt und die Bauchrednerpuppe Gino wird’s sowieso nicht merken. Nur eine Person verkörpert all diese Charaktere. In stark parodistischer Weise folgt dicht an dicht ein kulinarischer Persönlichkeitswechsel nach dem anderen.

„Räber hat ein unterhaltendes, witziges Stück geschaffen, das in seiner Erzählweise dicht ist. Da jagt eine Szene die andere, und dem Publikum werden nur kurze Verschnaufpausen gegönnt. Ein Stück, das nicht den Anspruch erhebt, auf die großen Probleme der Welt einzugehen, sondern für einmal luftig-leicht darüber hinwegschlendert, nicht ohne dem Ganzen eine Prise Zynismus beizumischen.“ (Zuger Zeitung, 11.11.94)
„Die Mittel sind denkbar einfach: ein witziger Text und Situationskomik bis hin zum puren Slapstick, vor allem aber Tempo. […] Das Publikum bekommt streckenweise den Mund nicht mehr zu, fast ununterbrochen sind leise Kicher-Geräusche oder entsetztes Aufstöhnen zu hören. Denn neben aller Wort- und Körperakrobatik wird in dieser Bühnen-Küche tatsächlich gekocht – mit einer gewissen Nonchalance, was Mengen und exotische Zutaten betrifft.“ (Leipziger Volkszeitung, 23.04.01)


Pemierenkritik

(KN, 17.05.14)


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